3 Fragen die dein Selbstkonzept auf den Kopf stellen 

Hast du dich schon mal gefragt welche Dinge dein Selbstkonzept geprägt haben? Welche Überzeugungen bestimmen deine Ansichten darüber wer du bist? Wenn man sich mit dem Thema Transformation auseinandersetzt, wird man sich früher oder später fragen, wer man ist und wie es dazu gekommen ist, das man so ist wie man ist. Wir kommen ja nicht als fertige Menschen mit einer bestimmten Identität auf diese Welt, sondern als unbeschriebene Blätter in einem reinen, strahlenden Weiß. Völlig unschuldig werden wir in eine Welt geworfen, die uns vom ersten Tag an prägt und dieses reine, weiße Blatt gestaltet. Und darauf hatte niemand von uns Einfluss, zumindest nicht in den prägenden Jahren unserer Kindheit, in denen wir stark abhängig waren, von unserem sozialen Umfeld.

 
Fast jeder hat zu bestimmten Zeiten in seinem Leben das Gefühl sich verändern zu müssen, um bestimmte Wege beschreiten zu können. Und auch, wenn uns bewusste Veränderungen sehr oft so unsagbar schwer erscheinen und wir uns damit auch sehr oft schwer tun, haben wir als Spezies Mensch nur überlebt, weil wir die Anpassungsfähigsten waren. Transformation und Veränderbarkeit liegen eigentlich in unserer Natur, nur nutzen wir diese Fähigkeit nicht für unsere Zwecke, weil wir in einer Wohlstandsgesellschaft leben, die uns weich macht und in der wir nicht gezwungen sind uns zu verändern. Doch trotz dieses scheinbaren Glückes, sind doch viele Menschen unglücklich und können die Gründe dafür nicht eindeutig benennen. Dieses Unglücklichsein rührt sehr oft daher, das sie völlig veraltete, unbewusste Überzeugungen von sich selbst haben, die sie wie strenge Regeln unter allen Umständen befolgen, um sich grundlegende, tiefe Bedürfnisse wie Liebe und Bedeutung zu erfüllen..
 
Hast du dich mal gefragt warum du dich immer wieder in ähnlichen Situationen wiederfindest und warum du dich auf eine Weise verhältst, die dir eigentlich nicht gut tut und langfristig eher schadet?
Fühlst du dich oft wertlos, hilflos oder hoffnungslos? Diese, auf einschränkende Überzeugungen, beruhenden Gefühle stammen sehr oft aus deiner Kindheit, aus einer Zeit in der dein Selbstkonzept und deine Identität noch formbar wie weicher Ton waren.
 
(Wenn du mit dir zufrieden und im Reinen bist, kannst du hier aufhören zu lesen! Aber vielleicht gibt es jemanden, dem du mit diesen Fragen helfen kannst, sich selbst besser zu verstehen.)
 
Mit den kommenden 3 Fragen kannst du dein Selbstkonzept auseinandernehmen und dir selbst die Antworten geben, nach denen du vielleicht schon lange gesucht hast.
 
Als du ein kleines Kind warst, nach wessen Liebe hast du dich mehr gesehnt, nach der Liebe deiner Mutter oder nach der Liebe deines Vaters?

Bei dieser Frage geht es nicht darum, wen du mehr geliebt hast, sondern wer von den beiden für dich schwerer oder gar nicht erreichbar war, entweder durch körperliche oder emotionale Abwesenheit.

Wer musstest du sein, wie musstest du dich verhalten, um von diesem Elternteil die Liebe und Aufmerksamkeit zu bekommen nach der du dich gesehnt hast?

Bei dieser Frage gehst du den Mustern auf den Grund die deine Identität und dein Selbstkonzept wahrscheinlich bis zum heutigen Tag prägen. Vielleicht wurden dir indirekt deine Gefühle verboten, indem man dir sagte, dass du dich zusammenreißen sollst oder das du nicht bockig oder wütend sein darfst. So hast du dich dann dementsprechend verhalten, um diese Liebe durch einen Gegenwert zu bekommen. Du hast versucht es deinen Eltern recht zu machen.
Vielleicht musstest du auch auffallen, laut sein und auf dich aufmerksam machen. Und mit der Zeit hast du eine Überzeugung entwickelt, das du für deinen Wert kämpfen musst, das du Erwartungen erfüllen musst und dich auf eine bestimmte Weise verhalten musst, um wertvoll genug zu sein um geliebt zu werden. Mit der Zeit und über viele Jahre hinweg richtet sich dann das gesamte Verhalten danach aus und generalisiert sich auf das gesamte Leben, um diesen Liebeshunger zu stillen.
Und jetzt überleg mal, in welchen Situationen in deinen Leben du immer noch aus diesen Überzeugungen heraus handelst. Was glaubst du tun zu müssen, um geliebt zu werden, um dich wertvoll zu fühlen und um Aufmerksamkeit und Anerkennung zu bekommen? Und wo bist du blind für die Liebe, die dir in deinem Leben bereits gegeben wird?

Wer durftest du auf gar keinen Fall sein, um diese Liebe zu bekommen?

Wann hast du angefangen dir zu verbieten du selbst zu sein, weil du dachtest das es Liebesentzug bedeutet, wenn du dich so offenbarst wie du wirklich bist? Und in welchen Situationen wurdest du von Schuldgefühlen geplagt, weil du der Überzeugung warst, dass du dem nicht gerecht werden konntest?

Du hast immer die Möglichkeit diese Muster, die sehr oft über Generationen hinweg weitergegeben wurden, zu durchbrechen, indem du dir bewusst machst, auf was diese Überzeugungen in deinem Selbstkonzept beruhen. Jeder versucht immer die bestmögliche Wahl für sich zu treffen. Doch wenn du nicht genügend Wahlmöglichkeiten hast, hast du auch nicht die Freiheit zu wählen und dir bleibt nur der Weg, den du seit jeher gegangen bist und das Verhalten, das du in verschiedenen Kontexten immer wieder an den Tag legst.

Du ziehst immer das in dein Leben, von dem du tief in deinem Inneren, fest überzeugt bist  Wenn du echte Transformationen in deinem Leben erfahren willst, musst du anfangen zu hinterfragen, warum du die Welt durch die Brille veralteter Überzeugungen siehst.

"Die  Tiefe und Schönheit deiner Seele kommt in dem Moment zum Vorschein, in dem du dich entscheidest du selbst zu sein."

Wenn du dir die Mühe machst die Fragen zu beantworten und vollkommen ehrlich mit dir selbst bist, kannst du zu einem Verständnis darüber kommen, warum sich dein Leben schwer anfühlt und du glaubst, das du für Liebe nicht du selbst sein darfst. Und vielleicht gelingt es dir, die Stimme deiner Seele wieder wahrzunehmen, deine Schatten ans Licht zu holen und in eine Versöhnung mit dir selbst und deiner Vergangenheit zu gehen, um eine glückliche Zukunft zu kreieren in der du emotional vollkommen frei bist und aus deinem besten Selbst heraus lebst:,