Angst 

Im diesem Blog geht es um das Thema Angst. Angst führt sehr oft auch zu weiteren Gefühlen wie Ohnmacht und Machtlosigkeit. Mit der Angst wurde aus psychologischer Sicht, besonders in den letzten Jahren viel Schindluder getrieben. Sie wurde von allen Seiten missbraucht und benutzt. Du denkst vielleicht, wenn du alles über das Thema deiner Angst weißt, gibt dir das mehr Sicherheit. Aber das Gegenteil ist sehr oft der Fall. Die Informationsflut durch Bilder, Videos, Blogs, News Ticker, und die Widersprüchlichkeiten, die man oft darin findet, verstärken eher die Angst und die damit einhergehende Unruhe.  Und dein Gehirn kreiert aus diesem Gefühl heraus, Zukunftsszenarien die wenig förderlich sind und dich in einen permanenten Zustand von Stress und Überforderung bringen. Doch nützt dir diese Angst? Ändert sie die momentanen Gegebenheiten? 
In einer akuten; gefährlichen, bedrohlichen oder sehr unsicheren Situation macht sie dich wacher und reaktionsschneller und sichert dir im Sinne des Wortes oder im übertragenden Sinne dein Überleben. Aber wie oft erzeugen wir in uns Angst, obwohl wir in diesem Moment vollkommen in Sicherheit sind. Angst bringt nicht selten auch Sorge, Hass, Missgunst, Verurteilung und eine sehr enge Sichtweise, die man auch als Tunnelblick bezeichnen könnte, mit sich. Wenn wir uns auf das Erkennen von Bedrohungen einschränken, können wir die uns umgebenden Lösungen nicht mehr sehen. In diesem Teufelskreislauf führt die Angst natürlich zu völlig unlogischen Aktionen und Verhaltensweisen, die dich in einen Abwärtsstrudel treiben. 
Dein Zustand kreiert hier im wahrsten Sinne des Wortes eine Realität die du eigentlich nicht willst. Du treibst dich dadurch selbst in die Ecke. Und was passiert wenn man ein wildes Tier in die Ecke drängt? Es kämpft, flieht oder erstarrt aber es findet darüber hinaus keine guten Lösungen. Versteh mich nicht falsch. Ich will dich hier nicht als Tier bezeichnen aber in großer Angst wirst du von einem der ältesten Teile deines Gehirns gesteuert, deinem Reptiliengehirn, und das kann völlig unkontrollierte Emotionen auslösen. Dann bist du nicht mehr Herr deiner Sinne und auch nicht mehr Herr der Lage. 
Angst blockiert deine Schöpferkraft, deine Genialität, deine Kreativität und deine Inspiration. Sie ist der wahre Feind in allen negativen Situationen, ob auf dein persönliches Leben oder global auf das Weltgeschehen bezogen. Die Angst vor der Zukunft schafft dir genau diese Zukunft, weil dein Handeln im Jetzt der Samen für dein Morgen ist. Auch Frieden gründet sich niemals aus der Angst. Frieden ist auch nicht nur die Abwesenheit von Krieg. Frieden ist eine Art des Seins. Es ist ein Zustand in dem wir Zugriff auf unsere Potenziale haben. Wenn wir auch in schwierigen Zeiten unseren inneren Frieden nicht gänzlich verlieren, unsere Angst betrachten können ohne uns von ihr kontrollieren zu lassen, können wir darauf eine wertvolle Zukunft aufbauen. In der Ruhe (im Frieden mit sich selbst) liegt die Kraft. 

Was kannst du momentan tun wenn du sehr viel Angst hast? 


  • Verlagere deinen Fokus! Das was dir vielleicht momentan Angst macht, sind deine inneren Monologe, Bilder und Zukunftsszenarien die du dir ausmalst. Richte deine Aufmerksamkeit mal gezielt nach außen, also von deiner Innenwelt weg. Beschreibe einfach was du siehst! Das können banale Dinge sein, wie z.B. ein bestimmter Gegenstand oder eine neutrale Situation. 


  • Gehe raus in die Natur. Es ist wissenschaftlich belegt, dass der Wald für unser Gehirn ein Beruhigungsmittel darstellt und eine stimmungsaufhellende, antidepressive Wirkung hat. Die abgesonderten Stoffe der Bäume und Pflanzen heißen Terpene und wirken sich auf Menschen positiv aus indem sie u.a. bei Ängsten helfen und das Immunsystem stärken. 


  • Box Breathing. Die Box Atmung hilft dir sehr schnell dein Stresslevel und damit deine Angst zu verringern. Dabei atmest du 5 Sekunden lang ein, hältst 5 Sekunden den Atem an, atmest 5 Sekunden aus und hältst dann wieder 5 Sekunden den Atem an bevor ein weiterer Zyklus beginnt. 


  • Ändere den Bezugsrahmen und die Bedeutung der Situation. Versuche eine andere Bedeutung für die angstauslösende Situation zu finden. Was könnte das noch bedeuten? Was kann man oder was kannst du daraus lernen? Aus welchem Blickwinkel hast du die Situation noch gar nicht betrachtet? 


  • Was ist das Schlimmste was passieren kann? Was ist das Beste was passieren kann und was ist das Wahrscheinlichste was passieren kann? Wir gehen ja meistens vom Schlimmsten aus, wenn wir starke Angst haben. Doch was wäre der beste Ausgang einer Situation oder der Wahrscheinlichste? Diese Fragen sollen dir dabei helfen zu erkennen, das nicht nur das Schlimmste passieren kann, sondern immer mehrere Möglichkeiten vorhanden sind. 


  • Sport hilft Stresshormone abzubauen und bringt dich auf andere Gedanken.


  • Meditation und mentales Training helfen dir deine Geist zu beruhigen und deine Mitte zu finden. 


Ich hoffe du konntest einiges für dich mitnehmen aus diesem Blog. Bleib stark und bleib bei dir!