Mach alles neu
Wir leben in ungewissen Zeiten. Die Angst vor einer Eskalation und Ausweitung des Ukrainekrieges auf ganz Europa und darüber hinaus ist bei vielen Menschen omnipräsent. Und manchmal fragt man sich, was eigentlich los ist mit der Welt. Und vielleicht sollte die Frage noch spezieller heißen - was ist eigentlich los mit uns? Sind wir als Kollektiv und Weltgemeinschaft so verblendet und schwach, das wir den Zustand der Welt ohne Weiteres akzeptieren und uns mit unserer begrenzten Zeit auf der Erde völlig machtlos mit allem abfinden? Geben wir uns dem Rhythmus der Zeiten einfach so hin, in dem es immer ein Aufblühen und Vergehen von Kulturen und Nationen gab? Die Ohnmacht, aufgrund globaler Krisen, lähmt das kollektive Bewusstsein und verschleiert jeden lösungsorientierten Ansatz. Die jahrzehntelange, gezielte Arbeit von Medien, der Unterhaltungsbranche, der Pharmaindustrie und den Marionetten der Politik trägt ihre Früchte. Alle buhlen um deine Aufmerksamkeit und brauchen deine Angst, um ihre eigenen Interessen in die Welt zu gebären. Und schon siehst du die Welt nicht mehr wie sie ist, sondern wie du bist - basierend auf Angst und Trennung. Und eigentlich war es noch nie anders. Doch hast du dir jemals ausgesucht wer du bist, wie du denkst und wie du fühlst? Wird unser Denken und Fühlen nicht von Anfang an, in die Schablone der Kultur und Gesellschaft gepresst - durch die Schule weiter an den Konturen geschliffen, bis wir zu einem "Wirt der schafft" werden? Nur um die Analogie zu vervollständigen - auch Mücken brauchen einen Wirt. :-) Wo bleibst du bei diesem ganzen Spiel?
Noch nie waren wir so weit voneinander entfernt und noch nie waren wir so weit von uns selbst entfernt. Und irgendwie scheint es da einen Zusammenhang zu geben, zwischen der Distanz zueinander und der Distanz zu uns selbst. Bei meiner Arbeit als Coach und Dozent erzählten mir Schüler einer 8. Klasse wie man die Leiche eines Menschen verschwinden lässt, nachdem man ihn umgebracht hat. Man zersetzt die Leiche mit Säure, schmeißt sie in ein Loch, legt einen Tierkadaver darüber und schippt das Loch zu. So führt man dann Spürhunde der Polizei auf die falsche Spur. Und das aus einem Tutorial auf Youtube.
Unsere Kinder feiern Halloween so festlich wie Weihnachten, mit dem Unterschied das sie mit einem Messer im Kopf als Zombie oder mit einem blutverschmierten Kittel durch die Gegend laufen. Und wir finden das wirklich normal?
Nach tausenden von Jahren Erfahrung gelangen wir doch immer wieder an einem Punkt, an dem wir uns selbst und unseren Lebensraum zerstören. Warum kommen wir nicht voran? Woran liegt es, das wir uns im Kreis drehen und das Leiden kein Ende findet?
Die Umweltaktivistin und Schriftstellerin Rachel Carson, sagte schon in den 60er Jahren: „Wir zerstören nur was wir nicht schätzen, und wir können nur schätzen, was wir verstehen.“
Die Antwort liegt also im Verständnis darüber wie das Universum funktioniert und welchen Platz wir darin einnehmen. In der Wissenschaft halten alteingesessene Wissenschaftler am sogenannten Standardmodell fest, das besagt, dass wir in einem mechanistischen Universum leben, ähnlich einem Uhrwerk, in dem der Mensch keine Rolle spielt, obwohl wir seit vielen Jahrzehnten wissen, dass alles ganz anders ist und dass wir schon immer ein Teil der Gleichung waren.
Vor vielen Jahren entdeckten Forscher des Weizmann-Instituts, das sich Elektronen mal wie eine Welle und mal wie ein Teilchen verhielten, je nachdem, ob ein Beobachter zugegen war oder nicht. Wurde das Experiment beobachtet, kollabierten die Wellen und rasteten in der Realität als Teilchen ein, wurden also zu Materie. Das heißt, die Realität kann nicht unabhängig von uns existieren. Sie bedarf der Beobachtung bzw. Erwartungshaltung eines Bewusstseins.
Falls du es nicht wusstest… vor 2500 Jahren kam Siddartha Gautama, auch als Buddha bekannt, zu der gleichen Erkenntnis wie die Wissenschaftler am Weizmann-Institut, allerdings durch Meditation. Er formulierte es so: Form ist Leere. Leere ist Form. Heute würde man sagen: Teilchen ist Welle, Welle ist Teilchen oder Welle-Teilchen Dualismus. Materie, Bewusstsein, Energie sind ein und dasselbe. Seit der Quantenphysik wissen wir, dass alles auf der kleinsten und grundlegendsten Ebene des Universums durch ein Feld aus Energie miteinander verbunden ist. Die Trennung zwischen uns und dem Rest des Universums ist eine hartnäckige Illusion und beruht auf der Funktionsweise unserer 5 Sinne. Wir individualisieren unser Bewusstsein durch die Filter unseres Nervensystems. In Wirklichkeit sind wir eins. Und wenn man die Wirklichkeit mathematisch ausdrücken möchte, dann ist die größte Zahl eigentlich die 1. Alle anderen Zahlen, wie z.B. die 7, sind nur 7 verschiedene Ausdrucksformen der 1, also 7x1. In der 7 stecken nicht 7 verschiedene 1en, sondern nur die eine wahrhaftige, grundlegende 1. Das ist die Einheit die sich im Universum auf unendliche Art und Weise manifestiert. Dein Denken, Fühlen und Handeln muss sich also immer auf das gesamte Universum auswirken, so will es die moderne Physik aber auch die Jahrtausende alten Lehren. Verrückt oder? In den Upanischaden, die zu den ältesten Schriften der Menschheit zählen, steht geschrieben: „Wenn du einen Grashalm abschneidest, zittert das gesamte Universum.“
Aber ich bin noch nicht fertig und fordere dein altes Paradigma weiter heraus, um die Fesseln deines Verstandes weiter zu lockern.
Dein gesamter Organismus besteht aus Sauerstoff, Stickstoff, Kohlenstoff und Wasserstoff. Kombiniert man diese 4 verschiedenen Elemente, erhält man 20 verschiedene Aminosäuren und daraus entstehen Proteine, die Bausteine des Lebens. Jede einzelne Zelle deines Körpers ist eine Kombination aus verschiedenen Aminosäuren und Proteinen. Nach der Erforschung von vielen tausenden Sternen hat man herausgefunden, dass 97 Prozent der Verbindungen unseres Organismus im Inneren der Sterne entstehen. Deine wahren Vorfahren sind also nicht Einzeller die vor 3.8 Milliarden Jahren existierten, sondern die Sterne. Dazu kommt, dass der Neigungswinkel der Erdachse genau 23.5 Grad entspricht. Dieser Winkel ist so präzise abgestimmt das Jahreszeiten auf diesem Planeten möglich sind. Der Mond hält diesen Neigungswinkel stabil. Dadurch wird verhindert, dass die Erdachse zu sehr schwankt und wir Extreme in den Jahreszeiten haben. Er bewegt die Meere und sorgt so für eine Umwälzung des Wassers. Vom Einfluss der Sonne ganz zu schweigen. Ein perfektes Gleichgewicht, das einen Kreislauf von Werden und Vergehen verursacht, in dem das Leben selbst erzeugend wird. Und das alles soll irgendwann mal rein zufällig geschehen sein? Ach komm schon, das ist doch völlig naiv und blauäugig.
Der Astrophysiker Chandra Wickramasinghe sagte: Die Wahrscheinlichkeit, dass du und das Leben auf diesen Planeten ein Produkt des Zufalls sind; liegt bei 1 zu 10 hoch 40000. Bei 1 zu 10 hoch 120 sprechen Wissenschaftler bereits von ziemlich unwahrscheinlich.
Der Astronom Fred Hoyle brachte dazu diese Analogie für die, die Mathe geschwänzt haben: „Die Wahrscheinlichkeit das Leben per Zufall entstanden ist und das sich ein DNA Molekül völlig zufällig aus den 4 Grundelementen entwickelt hat, ist so wahrscheinlich, als würde ein Wirbelsturm über einen Schrottplatz fegen und aus den verschiedenen Schrottteilen eine Boing 747 entstehen lassen.“
Du merkst sicher schon, dass sich hier die beiden Streithähne Wissenschaft und Spiritualität wieder romantisch annähern und dabei sind, eine unendlich lange Romanze einzugehen.
Die wichtigsten Fragen sind aber: Was machen wir aus diesem Wissen? Sind wir bereit für eine völlig neue Sichtweise, für ein neues Paradigma, das sich auf den modernsten, wissenschaftlichen Erkenntnissen stützt? Wie würden wir uns gegenüberstehen, wenn dieses Wissen zu einer erfahrbaren Wirklichkeit werden würde? Könnten sich Neid, Missgunst, Profitgier, Angst, Konkurrenzdenken und Hass in dieser neuen Welt überhaupt noch durchsetzen, wenn ihnen jede Grundlage entzogen wird, die ja auf Trennung beruht?
Wie würden wir unsere Kinder erziehen? Könnten wir ihnen beibringen mit dem Universum zu kommunizieren? Würde Spiritualität, die im Einklang mit der Wissenschaft steht, unser Denken bestimmen?
Ok, nun weißt du das wir alle miteinander verbunden sind. Aber leb das mal auch. Die Herausforderung unserer Generation sind die Schmerzen einer Neugeburt und das Loslassen veralteter Annahmen über unseren Platz im Universum. Marianne Williamson sagte sehr zutreffend, dass unsere tiefste Angst nicht unsere Unzulänglichkeit ist, sondern das wir über die Maßen machtvoll sind und das wir am meisten unser Licht fürchten und nicht unsere Dunkelheit. Ein machtvolles schöpferisches Wesen zu sein, bedeutet die volle Verantwortung für das zu übernehmen, was uns das Leben darbietet. Es als Spiegel unserer tiefsten Überzeugungen zu sehen. Und trotzdem ohne Schuld gegenüber der Vergangenheit zu sein, weil wir hier sind um zu lernen.
Wenn allein deine Existenz schon eine kontinuierliche Kommunikation mit dem Universum, dem Quantenfeld ist – wie kommunizierst du dann auf effektive, nützliche Weise mit ihm?
„Wir stehen geschichtlich an einem Punkt, wo es nicht genügt, etwas zu wissen. Es ist Zeit, es umsetzen zu können und selbst zu verkörpern.“ – Dr. Joe Dispenza
Wir leben in einer spannenden Zeit. Vielleicht kennst du den Spruch, dass das Leben uns nur solche Aufgaben gibt, die wir auch meistern können. Ich glaube wir können in unserer Generation zumindest die Basis für ein neues Paradigma schaffen, indem wir bei uns selbst anfangen und reflektieren und beobachten welche Dinge uns sonst verborgen waren und was davon unsere eigenen Schöpfungen sind. Der einflussreiche Denker, Psychiater und Begründer der analytischen Psychologie, C.G. Jung sagte dazu: „Synchronizität ist eine allgegenwärtige Realität, für jene die Augen haben zu sehen.“
Sieh mal alles mit anderen Augen und dann mach alles neu!